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Tour de Lorraine 2022: Film «Rafiki» + Austausch

Verschiedenes

Veranstaltungsdaten


Nicht vorhanden

Veranstaltungsort


 Living Room
Moserstrasse 30
3014 Bern

Veranstalter


 Tour de Lorraine
3012 Bern

Weitere Informationen


Veranstaltung (Webseite)
 www.tourdelorraine.ch
Vorverkauf (Webseite)
 www.schwarzeschweiz.com
Film «Rafiki» (Kenia 2018) und Austausch mit dem Schwarze Schweiz Online-Archiv (SSOA). Für Schwarze Menschen, Freund*innen und Familie

Achtung, Anlass findet neu im Living Room statt!

Rafiki (dt. „Freundin“ bzw. „Freund“) ist ein kenianischer Film aus dem Jahr 2018. Unter der Regie von Wanuri Kahiu erzählt der Film, wie zwei junge Frauen trotz Widerständen von ihrer Familie und ihrer Gesellschaft zunächst eine Freundschaft und dann eine Liebesbeziehung aufbauen.

„Gute kenianische Mädchen werden gute kenianische Ehefrauen“ – Kena lernt schon früh, was von Mädchen und Frauen in ihrem Heimatland erwartet wird: artig sein und sich dem Willen der Männer fügen.
So wird auch ihre alleinerziehende Mutter dafür verantwortlich gemacht, dass ihr Mann sie für eine jüngere Frau verlassen hat.
Doch die selbstbewusste Kena lässt sich nicht vorschreiben, wie sie zu leben hat. So freundet sie sich auch mit der hübschen Ziki an, obwohl ihre Väter politische Konkurrenten sind.
Das Gerede im Viertel ist den Mädchen zunächst ziemlich egal. Doch als sich Kena und Ziki ineinander verlieben, müssen sie sich entscheiden: zwischen der vermeintlichen Sicherheit, ihre Liebe zu verbergen, und der Chance auf ihr gemeinsamen Glück.

RAFIKI – der Titel bedeutet auf Suaheli „Freund(in)“ – ist der erste kenianische Film, der bei den Filmfestspielen in Cannes gezeigt wurde.
In Kenia selbst, wo Homosexualität noch immer unter Strafe steht, wurde der Film zunächst mit einem Aufführungsverbot belegt, das erst nach einer Klage der Regisseurin gelockert wurde.
Basierend auf der preisgekrönten Kurzgeschichte „Jambula Tree“ (2008) der ugandischen Autorin Monica Arac de Nyeko, erzählt RAFIKI von einer afrikanischen Jugend, die entschlossen gegen Homophobie, religiöse Dogmen und die Strenge der Eltern aufbegehrt.
Ein mitreißender Film, der vor Freiheitsliebe und Lebensfreude in strahlenden Farben leuchtet.

Das Schwarze Schweiz Online-Archiv (SSOA) ist ein digitales Archiv, das die Repräsentation von Schwarzen Menschen hervorhebt – aber es ist mehr als das. SSOA will Schwarze Communitys zusammenbringen, um sich gegenseitig zu unterstützen und unsere Leistungen zu würdigen (siehe www.schwarzeschweiz.com).

Veranstaltung im Rahmen der Reihe «Tour décolonial», die bis zum 29. Januar an verschieden Orten Berns mit Filmen, Performances, Workshops u.a. die Folgen des Kolonialismus auf unseren Alltag beleuchtet.


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