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Costantino Ciervo, Intervista Riace, 2012, 16:08 Min.

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Nicht vorhanden

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Bernstrasse 77
3018 Bümpliz

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«Intervista Riace» von Costantino Ciervo zeigt die revolutionäre Flüchtlings- und Integrationspolitik der 2100 Seelen-Gemeinde in Kalabrien, die in den letzten Jahren wiederholt Aufsehen erregt hat.

Im vergangenen Jahr war vieles anders und fast die gesamte Medienberichterstattung war geprägt von der Corona-Pandemie. Andere brisante Themen rückten dadurch in den Hintergrund, haben aber keinesfalls an Aktualität eingebüsst. Die Flüchtlingskrise vor den Toren Europas betrifft Hunderttausende. So umfassend wir über Ansteckungszahlen oder bereits geimpfte Personen informiert werden, so wenig erfahren wir über die Menschen, welche in erbärmlichen Flüchtlingscamps unter katastrophalen Bedingungen an den Aussengrenzen Europas und in Nordafrika leben.
Das dokumentarische Video «Intervista Riace» von Costantino Ciervo, das 2012 im kalabrischen Riace aufgenommen wurde, vermag einen Lichtblick im Umgang mit dieser Misere zu vermitteln. Die kleine 2100 Seelen-Gemeinde hat mit ihrer revolutionären Flüchtlings- und Integrationspolitik in den letzten Jahren wiederholt internationales und mediales Aufsehen erregt. Ciervos Interview mit Domenico Lucano, dem Bürgermeister von Riace und Gründer des Projekts «Città Futura, handelt von einem fortschrittlichen sozialen und kulturellen Engagement, das seinesgleichen sucht. Im Gespräch erfahren wir, wie es zur Ansiedlung sogenannter "irregulärer Immigranten" (boat people) aus verschiedenen Entwicklungs- und Krisenländern des globalen Südens zur Wiederbelebung Riaces, einer durch Abwanderung und Verfall betroffenen süditalienischen Siedlung, gekommen ist.
Durch unterschiedliche Ausdrucksformen und den Gebrauch verschiedener Medien untersucht Costantino Ciervo (*1961 in Neapel) die komplexen Mechanismen von Gesellschaft und Kultur in der kapitalistischen Welt und mögliche Befreiungsstrategien. In seiner Kunst setzt Ciervo sich mit aktuellen Themen wie Globalisierung, den Umwälzungen im Bereich von Wissenschaft, technologischer und genetischer Forschung, Informatik und Kommunikationstechnologie sowie mit Terrorismus, Ethik und der Komplexität menschlicher Beziehungen auseinander. Costantino Ciervo nahm u.a. 1993 an der 52. Biennale di Venezia teil, erhielt 1997 eine Förderkoje auf der Art Cologne, wurde 2004 nominiert für den 11. Marler Videokunstpreis, 2006 nominiert für den Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste in Berlin und 2009 als Mitglied im Deutschen Künstlerbund e. V. aufgenommen. Costantino Ciervo lebt und arbeitet in Berlin, DE.


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