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Berner Kulturagenda Redaktion

Eis fliesst in ihre Kunst

23.05.2022

Lorna Simpson arbeitet primär fotografisch, aber auch multimedial. In den 80er-Jahren machte die in Brooklyn lebende, afroamerikanische Künstlerin erstmals auf sich aufmerksam durch Fotografien, die sie aus Textfragmenten und Bildern fertigte und die um Identität, Gender, Race und Fiktion kreisen. Das Kunstmuseum Thun zeigt in der Werkschau alte und neue Fotografien und Skulpturen, ausserdem auch aktuelle Gemälde, die von Eis inspiriert sind.

Katzen vor dem Niesen

23.05.2022

Katzen, Kühe, ein Baum und der Niesen – der 2014 verstorbene Autodidakt Bendicht Friedli malte diese Sujets mit satten, leuchtenden Farben. Seinen Beruf als Arzt gab der Berner Oberländer bereits in den 80er-Jahren auf, um sich ganz der Kunst zu widmen. An der Vernissage der Ausstellung seiner Malereien und Grafiken geben die von Schweizer Volksmusik inspirierten Geschwister Evelyn und Kristina Brunner ein kleines Konzert.

Die heile Welt wird getrübt

23.05.2022

Die «Immenhof»-Filme aus den 1950er- und 70er-Jahren geniessen bei Pferdefans Kultstatus. Nun kommt mit «Immenhof 2 – Das grosse Versprechen» die zweite Neuinterpretation der Pferdefilmklassiker in die Kinos – und damit der turbulente Alltag auf dem Gestüt Immenhof, denn ein Gift­anschlag auf das Champion-Pferd trübt den Heile-Welt-Kosmos.

Kämpferische Generation

23.05.2022

Während die 16-jährige Yuni sich für Konzerte, Instagram und Jungs interessiert und studieren will, haben ihre streng muslimischen Eltern andere Pläne für sie: Sie soll verheiratet werden und den vorgeschriebenen Jungfräulichkeitstest über sich ergehen lassen. Mit «Yuni» zeichnet die von der Kritik hochgelobte indonesische Regisseurin Kamila Andini («The Seen and the Unseen») ein progressives und kämpferisches Bild der jungen Generation ihres Heimatlandes.

Unglaublich, aber wahr

23.05.2022

Mit der Mincemeat-Operation täuschten die Briten während des Zweiten Weltkriegs das deutsche Oberkommando und versuchten damit, den Verlauf des Kriegs zu ändern. Der rasante Kriminalfilm «Operation Mincemeat» erzählt die wahre Geschichte der genialen Verwirrungsstrategie der Geheimdienstler Ewen Montagu (Colin Firth) und Charles Cholmondeley (Matthew Macfadyen), die viel riskierten und vor die Zerreissprobe ihres Lebens gestellt wurden.

Geschmolzenes Gold

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16.05.2022

Manche essen ihn das ganze Jahr über, für andere ist er ein rotes Tuch: Der aromatische Walliser Raclettekäse wurde erstmals 1812 erwähnt und gehört zum Schweizer Kulturgut. Das Alpine Museum tischt in vier Kapiteln Käsegeschichten von der Produktion bis zum Geschmackserlebnis auf und spielt mit dem Kontrast zwischen Realität und Werbung.

Leise Widersprüche

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16.05.2022

Speziell für die Galerie 9a am Stauffacherplatz entstanden, führt Samuel Blaser in seinen Bildern in fantasievolle und surrealistische Landschaften. Während der Berner Künstler früher oft Menschen ins Zentrum seiner Werke setzte, arbeitet er derzeit häufig mit Zufallstechniken und erschafft Szenen voller leiser Widersprüche und Symbolik.

Das Eigenleben des Raums

16.05.2022

D und H bewohnen als Künstler*innenpaar ein Haus, das nur aus Fensterfronten zu bestehen scheint. Sie arbeiten auf verschiedenen Etagen, über die Sprechanlage verabreden sie sich zum Sex im gemeinsamen Schlafzimmer. In «Exhibition» (2013) spielt die britische Regisseurin Joanna Hogg mit der Durchlässigkeit des Raums und entwirft eine komplexe Studie über Kommunikation, Kreativität und das Eigenleben von Räumen. Zu sehen ist er in der Reihe «Art is Life», die das Schaffen der Ausnahmefilmerin zeigt.

6 Tage Probezeit

16.05.2022

Der marokkanische Einwanderer Moha ist gelernter Elektriker und hat in Barcelona Aussicht auf einen Job – wenn er die sechs Tage Probezeit besteht. Vor eine wahre Bewährungsprobe stellen ihn vor allem die rassistischen Bemerkungen seines Kollegen Valero: Da braucht es Nerven aus Stahl. Mit Gleichmut nimmt Moha auch die manchmal ausgefallenen Ideen seiner Kund*innen hin. «6 Dias en Barcelona» ist eine hintersinnige Komödie mit Lust an skurrilen Situationen.

Wider ihren Willen

16.05.2022

Die lebenshungrige Sezim verlässt ihr kirgisisches Heimatdorf, um in der Hauptstadt Bishkek zu studieren. Doch bald schon tauchen Männer auf, die sie ins Hinterland verschleppen. Dort wird sie wider ihren Willen verheiratet. Der für den Oscar nominierte 38-minütige Kurzfilm «Ala Kachuu – Take and Run» der Schweizer Regisseurin Maria Brendle erzählt vom zwar verbotenen, aber leider noch immer praktizierten Brautraub und einer mutigen jungen Frau, die aufbegehrt.

Die Mafia in der eigenen Familie

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09.05.2022

Der italoamerikanische Regisseur Jonas Carpignano hat mit «A Chiara» seinen dritten Film gedreht, dessen Handlung sich in der kalabrischen Hafenstadt Gioia Tauro abspielt. In diesem neorealistischen Drama muss Teenager Chiara merken, dass die Familienidylle überschattet wird – und zwar von der ’Ndrangheta. Doch auf der Suche nach Antworten stösst sie gegen eine Wand.

Explizites Kunstwerk

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09.05.2022

Mit «Nitrate Kisses» aus dem Jahr 1992 schuf die vor drei Jahren verstorbene feministische Künstlerin Barbara Hammer ein explizites Kunstwerk: Bei Recherchen stiess sie 1990 auf den damals 60 Jahre alten Experimentalfilm «Lot in Sodom», der erotische Bilder von Homosexuellen zeigt. Mit Material aus diesem und anderen Filmen sowie mit Interviews und Musik setzte sie einen neuen zusammen.

Senior bestiehlt Kunstmuseum

09.05.2022

Mit «The Duke» wird die brisante Diebstahlgeschichte von Kempton Bunton (1904–1976) in einer Komödie verfilmt. Bunton, verkörpert von Jim Broadbent, ist 60 Jahre alt, Taxifahrer – und resoluter Gegner von Fernsehgebühren für Pensionierte. Um für diese politische Agenda ein Druckmittel zu haben, stiehlt er in der National Gallery ein Porträtgemälde des Duke of Wellington. Zur Starbesetzung von «The Duke» gehören auch Helen Mirren oder Matthew Goode.

Maler aus Leidenschaft

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09.05.2022

Farbstriche deuten Wasser an, das sich an Flusssteinen vorbei­schmiegt, auf einem anderen Bild blicken einem rote, gesichtslose Silhouetten entgegen. Der Maler aus Leidenschaft Rolf Spring zeigt seine Werke im Rahmen seines 77. Geburtstags in der Galerie Hess.

Welche Figur bist du?

09.05.2022

«We all are sort of comic stars» – Wir alle sind irgendwie Comic-Stars, so heisst eines der Bilder von Alex Zürcher, auf dem die Köpfe von Mickey oder Donald auf üppigem Farbgrund zu erkennen sind. Auch Giraffen, Leoparden oder Krokodile gehören zu den Sujets des Malers. In der Privatklinik Wyss stellt er seine bunten Bilder aus.

Erinnerungen zu verkaufen

03.05.2022

Ein Gedicht von Firas Shamsan

Hoch hinaus

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02.05.2022

Mehr als über 80 Jahre nachdem Brad Washburn den Denali in Alaska zum ersten Mal aus einem Flugzeug heraus fotografiert hat, stossen die Bergsteiger Renan Ozturk und Freddie Wilkinson auf die ehrfurchterregenden Bilder. Dabei kommt ihnen die Idee, das abgebildete Mooses-Tooth-Massiv seitwärts zu durchqueren. Der atemberaubende Dokumentarfilm «The Sanctity of Space», zeigt ihre Expedition.

Dem Begehren auf der Spur

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02.05.2022

Die rastlose Anaïs ist mal wieder knapp bei Kasse. Gelangweilt von ihrer Beziehung, lernt sie einen Verleger kennen, der sie umwirbt. Doch Anaïs hat nur Augen für dessen Frau, eine bekannte Romanautorin. «Les Amours d’Anaïs» ist eine schwungvolle Ode an die Liebe und wirft einen frischen Blick auf das Begehren. Der fantasievolle und humorvolle Film von Charline Bourgeois-Taquet läuft im Kellerkino.

Kurz und bündig

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02.05.2022

Mit Kurzfilmen aus der Region, der Welt sowie Höhepunkten der Schweizer Filmszene aus den Bereichen Fiction, Dokumentation und Animation lädt die Schweizer Kurzfilmnacht in die Cinématte. Zu sehen sind etwa die Berner Premiere von «Vents Solitaires» (Bild), aber auch «Hair Wolf» sowie «T’es morte Hélène», die zur Mitternachtsstunde in der Kategorie «Splatter Light» laufen.

Ein «Stricher» auf Achse

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02.05.2022

Während seines Aufenthalts im kleinsten Hotel von Bern, der Casita, zeichnete Ingo Giezendanner die Länggasse. Der Zürcher Illustrator nennt sich selbst einen «Stricher», so bringt er seine Umgebung meist mit schwarzem Fineliner zu Papier. Der Zürcher zeichnete bereits in Teheran, New York und Islamabad, während des Lockdowns machte er sich auf Streifzüge durch die Schweiz.

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