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Der Streetart-Künstler Levalet okkupiert Paris und andere Städte.© Levalet
Diverse Orte, Bern

Wem gehört die Stadt?

Die Tour de Lorraine 2018 hat das Motto «Teilhabe für alle. Da, wo wir leben». Eines der brennendsten Themen am Politfestival ist die Urban Citizenship.

Urban Citizenship, übersetzt Stadtbürgerschaft, bietet neue Aussichten für ein solidarisches Zusammenleben. Städte wie Toronto, Palermo oder New York sind darum bemüht, dass der Aufenthaltsstatus von Personen, die in der Stadt leben, nicht von Belang ist. New York gelang dies 2015 mit der Einführung einer City Card ID: Diese ermöglicht Zugang zu öffentlicher Infrastruktur, und im Fall einer Polizeikontrolle dient die Karte als Ausweis, auf dem nicht erkennbar ist, ob die Person über gültige Aufenthaltspapiere verfügt.

Die Idee der Stadtbürgerschaft findet auch in hiesigen Regionen Gehör und ist Thema am Polit- und Kulturfestival Tour de Lorraine. In der Deutschschweiz und in der Romandie werden ähnliche Konzepte angedacht. In Zürich etwa mit der Gründung des Vereins Züri City Card vor drei Jahren. In Bern beschäftigt sich Karin Jenni von der Berner Beratungsstelle für Sans-Papiers mit der Einführung einer City Card. «Herkunft und Aufenthaltsstatus spielen damit keine Rolle mehr, vielmehr kommt es darauf an, wo du aktiv bist, wo du lebst und wo du dich zu Hause fühlst», sagt sie in der Programmzeitung der Tour de Lorraine. Jenni bietet am Festival Rundgänge zum Thema «Leben als Sans-Papiers» an.

Der Auftakt findet im Tojo Theater statt: An der Veranstaltung «Wenn Städte zu Rebellinnen werden – Widerstand gegen ein rassistisches Migrationsregime» wird über die Möglichkeiten und Herausforderungen einer Stadtbürgerschaft diskutiert.

 

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