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Christoph Simon schreibt über Absurditäten des Alltags.© Michael Isler

Sortiment der Dinge

Autor und Kabarettist Christoph Simon hat mit «Die Dinge daheim» ein sprach- und aberwitziges Büchlein geschrieben.

Die Kakophonie wäre wohl so laut wie unterhaltsam, hörte man all die Geräusche und Kommentare der Dinge, aus deren Sicht Christoph Simon lustvoll fabuliert. Im jüngst erschienenen «Die Dinge daheim» des Berner Autors und Kabarettisten hängen Kleiderbügel demonstrativ beleidigt im Schrank, leisten Aschenbecher unbezahlte Überstunden, da ekeln sich Fruchtkörbe vor Orangenhaut, da gibt’s wankelmütige Dreibeine und Kartenständer, die sich für eine Pop-Up-Galerie halten. Von der Alarmanlage bis zur Zaunlatte, vom Büstenhalter bis zum Trüffelhobel verleiht Simon so ziemlich allen Dingen, denen wir vielleicht im Lockdown mehr Aufmerksamkeit gewidmet haben – oder sie zumindest mehr um uns hatten –, eine Stimme. Entspannend, diese neuen, absurden Perspektiven und teils prosaischen Beobachtungen: «Den Staubwedel wunderte es jedes Mal: Staub lebt nicht und vermehrt sich doch.»

Christoph Simon: «Die Dinge daheim», 2021, edition taberna kritika
www.christophsimon.ch
www.etkbooks.com

 

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