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Sechs der acht Initiantinnen vor dem Progr: Kole, M'baye, Ulrich, Bögli, Helbling und Peña-Triana (v.l.n.r.) vom «café révolution».© Annakatharina Chiedza Spörri

Revolution beginnt im Kopf

Ein Kollektiv aus acht Frauen betreibt im Berner Progr das «café revolution». Es soll ein «safer space» für Schwarze und Schwarzgelesene Personen sein und Platz für Austausch, Workshops und Bildung bieten, wie die Tänzerin Annakatharina Chiedza Spörri sagt.

Ein Co-Working-Space, ein Raum für Workshops, Filmvorführungen, Lesungen und Poetry-Slam, Platz für alles «von uns, für uns», wie Annakatharina Chiedza Spörri sagt: Das «café révolution» sei ein Raum im Progr, worin das Kollektiv einen «safer space» für Schwarze und Schwarzgelesene Personen in Bern kreieren wolle. «Einen Ort zum Sein, an dem man sich nicht erklären muss, verweilen darf, wo man sich austauschen kann über die Erfahrungen, die man machen musste», so die 30-jährige Tänzerin, die zwischen Bern und London pendelt und momentan in Basel engagiert ist.

Selbstermächtigung und Austausch

Raum einzunehmen sei ein Teil des Vorhabens des «café révolution» – durch Selbstermächtigung und Austausch unter Direktbetroffenen soll eine Revolution in den Köpfen starten. Das Wort «café» stehe dabei sinnbildlich fürs Zusammenkommen, den Austausch, gemeinsames Filmeschauen, Reden und Essen. Das achtköpfige Kollektiv aus Mona-Lisa Kole, Djinane M’baye, Méline Ulrich, Naomi Bögli, Eleni Helbling, Gloria Peña-Triana, Tara Dissi und Annakatharina Chiedza Spörri, alle zwischen 26 und 31 Jahre alt und wohnhaft in Bern und Biel, erlebte selber Rassismus und Sexismus: «Wir alle haben ganz unterschiedliche Lebensent­würfe, haben aber den gemeinsamen Traum einer rassismus- und diskriminierungsfreien Gesellschaft», so Spörri.

Bildung und Workshops

Belebt und gestaltet werde der Raum, in dem auch eine möglichst diverse Bibliothek mit postkolonialer Literatur entstehen soll, vor allem auch durch die Community, wie Spörri sagt. So bietet er mit seiner Einrichtung, die an ein gemütliches Wohnzimmer erinnert, und mit der einladenden Atmosphäre eines Cafés etwa Platz für Projekte und Ideen von und für Schwarze und Schwarzgelesene Menschen. Zum Beispiel für «black owned businesses» oder Workshops im Rahmen der Tour de Lorraine. Selbstreflexion sei dabei zentral: «Wir setzen uns dabei ein für einen regen Austausch mit unserer Community, um rauszufinden, wie wir uns verbessern können», sagt Spörri.

Mit der Eröffnung vor Ort ist es so eine Sache: Seit Oktober wird verschoben und abgesagt, aber nicht aufgegeben.

www.caferevolution.ch

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