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Triolog Démontage frischt Klassiker des Jazz auf. © Julien Ehrensberger
Alterszentrum Viktoria, Bern

Frische Worte, leichter Jazz

Im Alterszentrum Viktoria lesen Studierende des Literaturinstituts aus eigenen Kurzgeschichten übers Verbundensein, die Combo Triolog Démontage spielt Jazzstandards und Eigenes.

«Manchmal habe ich Angst, dass Kamila einen Satz nicht versteht und mir nicht folgen kann. Dann picke ich ein Schlüsselwort heraus, frage: ‹Kamila, weisst du, was ein Traktor ist?›, sie schaut mich überrascht an, ‹natürlich, Habibti, auf Kurdisch sagt man auch Traktor›. Samira sagt, heute gehöre es zu ihrem Job, informiert zu sein. Sie schaut jeden Abend Tagesschau. Eine Sendung dauert 45 Minuten.»

Gespräche unter Freundinnen, das Beobachten der Flüchtlingswelle, die Reaktionen darauf, aber auch das Abflauen des Interesses daran beschäftigen Karin Rey in ihrer Kurzgeschichte «Unter Freundinnen». Sie ist eine von drei Studierenden des Literaturinstituts der Hochschule der Künste Bern, die am Abend «Hinter deinen Worten – Frische Literatur und leichtfüssiger Jazz» im Alterszentrum Viktoria lesen werden. Alle drei haben sich mit Verbundenheit auseinandergesetzt: Marc Niedermann hat vor diesem Hintergrud seine Geschichte «Marie» geschrieben. Paul Louve Castellano wiederum liest auf französisch seine Kurzgeschichte «L’ange».

Arrangierte Standards

Die Jazzcombo Triolog ­Démontage gestaltet den zweiten Teil des Abends. Pianist Daniel Her­nandez, Bassist 
Ulysse Loup und Schlagzeuger Simon Huggler spielen Jazz-Standards sowie eigene Kompositionen. Für den Abend hätten sie bekannte und unbekanntere Standards zeitgenössisch und auf eine erfrischende Art arrangiert, sagt Huggler. Der Schlagzeuger studiert im Tessin an der Accademia Teatro Dimitri, weshalb eine kleine humorvolle Einlage nicht auszuschliessen sei, wie er verrät. 

 

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