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Blick auf den Autor und seine Biografie.© CDN, Schweizerische Eidgenossenschaft
Universität Bern

Dürrenmatt privat

Die Universität Bern widmet sich ihrem ehemaligen Studenten, aus dem einer der wichtigsten Schweizer Autoren wurde – Friedrich Dürrenmatt – mit einer Ringvorlesung. Den Auftakt macht Dr. Ulrich Weber, der jüngst «Friedrich Dürrenmatt. Eine Biografie» verfasst hat.

Zum hundertsten Geburtstag Friedrich Dürrenmatts veranstaltet das Collegium generale der Universität Bern mit «Dürrenmatts Welten – Literatur, Recht, Psychiatrie und mehr» eine Vorlesungsreihe, in der sich Referierende aus Kunst und Wissenschaft dem Erfolgsautor interdisziplinär annähern.

Neue biografische Aspekte

Biografien über Dürrenmatt gab es schon einige, neu an jener von Dr. Ulrich Weber, die letztes Jahr im Diogenes Verlag erschienen ist, ist ihre Vollständigkeit. Weber ist Kurator des Dürrenmatt-Nachlasses im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern und widmet sich in «Dürrenmatt. Eine Biografie» erstmals allen biografischen Aspekten des Autors. Er bezieht dabei das politische und geistesgeschichtliche Umfeld Dürrenmatts mit ein, beschreibt aber auch die intimeren Bereiche seines Lebens: die Ehe mit seiner ersten Frau Lotti und die Beziehung zu seinen Kindern. Auch zweifelhaftere Entscheidungen im Leben des Schriftstellers, wie etwa seine Sympathie­bekundung für die Schweizer Nazi­freunde, die «Frontisten», werden beleuchtet.

Keine bare Münze

Dürrenmatt war bekannt für sein Spätwerk «Stoffe», welches eine besondere literarische Form darstellt, weil es sich zusammensetzt aus autobiografischen ebenso wie fiktiven Passagen und philosophischen Überlegungen. Darum hat Weber für die Biografie nur vorsichtig aus den «Stoffen» zitiert. Denn Dürrenmatt selbst war es, der in der Einleitung des Buches davor warnt, die Erinnerungen von Dichtern «für bare statt kostbare Münzen zu nehmen».

Die Vorlesung von Weber, «Friedrich Dürrenmatt: Weltautor, Schweizer Hofnarr und Nationalheld, biografische Aspekte einer literarischen Karriere im 20. Jahrhundert», basiert auf teils unveröffentlichten Dokumenten und findet als Livestream statt. Auf Webers Vortrag folgt im März der zweite, den der Berner Autor Lukas Bärfuss hält. Er hat die aktuelle Dürrenmatt Gastprofessur für Weltliteratur inne.

Anmeldung: cg@cg.unibe.ch
www.unibe.ch

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