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Austausch zum «Ausnahme-Zustand».© Susanne Goldschmid
Polit-Forum, Bern

Den Puls der Zeit messen

Die Dokumentation «Ausnahme-Zustand» im Polit-Forum zeigt, wie sich die zweite Pandemiewelle auf unsere Gesellschaft auswirkt. In Podiumsdiskussionen tauschen Menschen aus unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen ihre Erfahrungen und Meinungen aus.

Was passiert gerade in der Wirtschaft, im Gesundheitsbereich, unserer Gesellschaft, und sowieso: Welche Bedeutung hat die gegenwärtige Lage für unsere Demokratie? Dieser Frage ist das Polit-Forum bereits letzten Frühling nachgegangen und hat unter dem Titel «Ausnahme-Zustand» dokumentiert, wie die erste Lockdown-Phase den Diskurs in den vier Bereichen steuerte. «Im Unterschied zur ersten Welle hat während der zweiten die Reflexion eingesetzt», sagt Thomas Göttin, Geschäftsführer vom Polit-Forum. So sind in der neuen Dokumentation des Ausnahmezustandes Studien und Ereignisse ebenso enthalten wie Erfahrungsberichte. «Da wird zum Beispiel der Umgang der Medien mit dem Thema Coronavirus angesprochen oder der Einfluss der Pandemie auf die psychische Gesundheit», sagt Göttin. Der kollektive Lernprozess, in welchem wir uns befinden würden, werde sozusagen dokumentiert.

Erfahrungsaustausch

Erfahrungen spielen auch im Rahmenprogramm eine zentrale Rolle. In Podiumsdiskussionen, die per Live­stream mitverfolgt werden können, kommen Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven auf das aktuelle Geschehen zusammen. So diskutieren in der Ausgabe «Tod und Trauer» die Gesundheitsethikerin Ruth Baumann-Hölzle und der Leitende Arzt des Palliativzentrums im Inselspital, Steffen Eychmüller. «An den Podiumsdiskussionen gibt es einen Austausch an Erfahrungen und Perspektiven, es geht nicht um eine kontradiktorische Diskussion», sagt Göttin. Solidarität, Geld, Empathie So wird es auch an der Diskussion «Wo ist die Solidarität geblieben?» einen Erfahrungsaustausch geben. Zum einen erzählt die Pflegefachfrau einer onkologischen Bettenstation, Michèle Heymann, welchen Schluss sie aus der Krise zieht. Mit ihr tauscht sich Lukas Gantenbein aus, der unter dem Namen Luuk rappt und als Kassier im Supermarkt arbeitet. Sein Anliegen ist es, «dass die Schweiz erkennt, welche Berufe wirklich vonnöten sind, um in einer Krisensituation zu bestehen, und diesen Branchen fairere Löhne bezahlt. Leider zählt halt Reichtum mehr als Empathie.»

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