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Pegelstand

von Barbara Boss
© Rodja Galli, a259

Barbara Boss

Barbara Boss ist freischaffende Produktionsleiterin und Dramaturgin. Sie ist ein «Bärgmeitschi» aus dem Oberland, fühlt sich aber in der Stadt Bern heimisch. Sie mag guten Schnaps, Bruce Springsteen und Katharsis im Theater.

Die Kolumnistin führt in diesen gespenstischen Zeiten Frage- statt Tagebuch, um den Geist lebendig zu halten. Und sucht nach Antworten, um die Seele zur Ruhe zu bringen. Auf dass das eine oder andere Fragezeichen bei den Leserinnen und Lesern auf Stirnrunzeln, Schmunzeln oder Sehnsucht stossen möge. Kopf und Herz hoch!

 

Wie viel wiegt der Schmerz der Welt?
Wer trägt wessen Schuld?
Wem nützt euer Klatschen?
Was ist solidarisch?
Wie wenig ist zu viel?
Wer ist nicht systemrelevant?
Wer fällt jetzt über den Rand ins Leere?
Wo bleiben die ohne zu Hause?
Wer sieht jetzt noch die, die schon vorher unsichtbar waren?
Wer hört jetzt noch die Schreie, die schon vorher stumm waren?
Wer stirbt an Einsamkeit?
Wer zählt die Toten, die nicht zählen?
Wen lassen wir zurück?
Wem gibst du den letzten Abschiedskuss?
Wem funkeln deine Sterne?
Wer weiss, was du wirklich willst?
Wovor hast du keine Angst?
Wovon tagträumst du?
Wofür lohnt es sich zu leben?
Wann stirbst du lieber?
Wie tief ist unsere Zeit?
Wie gross denken, fühlen, leben wir?
Seit wann sind wir alle gleich?
Waren wir davor sozial nah?
Was verbindet uns jetzt?
Radikalisiert uns die Krise?
Ist Kultur danach wieder etwas wert?
Wer pflegt uns dann noch?
Wohin wollen wir nicht zurück?
Was können wir gewinnen?
Was trotzt dem Weltensturm?
Sind wir die Sintflut?
Rächt sich gerade die Natur?
Wie schreiben sie in 100 Jahren über heute?
Wann verhallt die Stille?
Wann beginnt danach?

Und: Wohin mit all dem Mut?

In diesem Sinne: «Uf au die, wo
sueche u wo vilech sogar finge.» («Für immer uf di», Patent Ochsner)


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