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Ganesh Geymeier wurde mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet.© Eve Marie Lagger
Le Singe, Biel

Ruhe vor dem Sturm

Kraftvoll wie ein Gewitter, sanft wie die Ruhe vor 
dem Sturm: Die Musik der Genfer Formation L’Orage um den Saxofonisten Ganesh Geymeier lässt sich nicht so leicht einordnen. Er spielt im Le Singe in Biel.

Sich wiederholende Rhythmen, luftig und verträumt, türmen sich auf zum kraftvollen Orkan: Beim Sextett L’Orage ist der Name Programm. «L’Orage lässt sich nicht so leicht in eine stilistische Schublade stecken. Wir kommen alle aus komplett unterschiedlichen Sparten, das macht das Projekt für mich sehr interessant», sagt der Tenorsaxofonist Ganesh Geymeier im Gespräch. Wie das klingt: Lebensbejahender Afro-Jazz, ein Funke Rock und transkontinentaler Ambient geben sich die Klinke in die Hand. Für L‘Orage brachte der Schlagzeuger Nelson Schaer vor drei Jahren Genfer Musikerfreunde zusammen. Dies führte zu einer tollen Stimmung zwischen den Bandmitgliedern, was sich auch auf die Musik übertrage, wie der Saxofonist sagt.

Bass und Brass-Jazz

Geymeiers Musikschaffen wurde dieses Jahr mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet. «Das ist eine Bestätigung meiner Arbeit, etwas, das sonst in der Musikbranche oft unsichtbar bleibt. Man arbeitet viel alleine, veröffentlicht CDs und erfährt oft nicht sehr viel über deren Resonanz. Der Preis bringt die Wertschätzung meiner 
Arbeit ans Licht», so Geymeier.

Ans Festival BeJazzSommer im Innenhof des Berner Generationenhauses kommt neben L’Orage ausserdem die Berner Formation Me&Mobi, die mit unkonventionellem Bass-Jazz auftrumpft. Jeremias Keller tauft sein neues Album «Vertigo» und die zeit­genössische Luzerner Brass-Band 
Fischermanns Orchestra spielt Stücke ihres Albums «Tiefenrausch».

«Breites Publikum anfixen»

Fabio Baechtold, Programm- und Geschäftsleiter bei BeJazz, achtet bei der Programmation des Sommerfestivals jeweils auf eine möglichst grosse Bandbreite dessen, was während der Konzertsaison im Club stattfindet. «Wir versuchen, ein breiteres Publikum 
für unsere Club-Konzerte anzufixen. Gleichzeitig aber müssen wir bei diesem Openair-Anlass mit freiem Eintritt darauf achten, dass die Musik nicht zu fragil ist und dass sie dem spontanen, neuen Publikum eine Chance bietet, sich darauf einzu­lassen.»

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