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Friedfertig: Früchte des Zorns.© Katrin Kraemer
Reitschule, Bern

Obst für die Utopie

Egal ob hungrig, durstig, diskussionsfreudig, discofiebrig oder planlos gestrandet: Die Berner Reitschule bietet eine Insel für viele. Am Hausfest zum 32-Jahr-Jubiläum, dem «Inselfest», öffnen alle Veranstalter ihre Tore.

 Im Frauenraum spielt neben der feministischen Electrocumbia-Band Tremenda Jauría aus Madrid auch das deutsche Trio Früchte des Zorns. Trotz wütendem Namen und zweifelloser Punkattitüde kommen sie musikalisch in Frieden: Es sind die Texte, die ihre weder verzerrte noch verstärkte Folkmusik zur Rebellion machen. Sie sehnen sich nach einer gesellschaftlichen Utopie, welche die drei Anarchisten auch zu erreichen gedenken: «Bekämpf die Regeln und nicht die, die danach spielen» heisst es etwa im Lied «Mein Manifest».

Währenddessen wird im Tojo The­ater Shakespeares Tragödie «Titus Andronicus» in Mundart und mit Puppen in ein Kaff in den Schweizer Alpen versetzt. Das Splätterlitheater lässt mit dem Text von Dominik Busch und ­in der Regie von Christoph Moerikofer aus dem Klassiker «Titus – Metzgete in Anusblietschwil» entstehen.

In der Grossen Halle wird auf ­Rollern getanzt und der Dachstock wird vom St. Galler Pyrit mystifiziert, der mit seinen Theremin-Antennen atmosphärisch­-düstere Stimmung verbreitet.

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