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Slawek Plizga, Thomas Dürst und Jérôme De Carli (v.l.n.r.) spielen Cole der 40er-Jahre.© ZVG

Länger als das Leben

Der Berner Jazzpianist Jérôme De Carli ehrt den ikonischen Jazzmusiker Nat King Cole mit einer Tribut-Platte, die er bei BeJazz getauft hätte.

«Ich bin 54 Jahre alt und kenne ihn seit 60 Jahren», sagt Jérôme De Carli über seine Beziehung zum amerikanischen Jazzmusiker Nat King Cole, den er als einen der Besten seines Fachs bezeichnet. Seine Faszination gelte der unverwechselbaren Stimme Coles, des Weiteren sei er ein fantastischer Pianist, was ihm, der in den 30er-Jahren noch nicht als Sänger in Erscheinung getreten sei, die Bezeichnung «Louis Arm­strong der Pianisten» eingebracht hatte. Weltweit bekannt wurde Cole in den 60er-Jahren, als «Schnulzen-­Sänger», so De Carli.

Jazz ohne Schlagzeug

Im Jahr 2019 wäre der Afroamerikaner, der in der Baptisten-Kirche seines Vaters zu spielen begann, 100 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass veröffentlichte De Carli die Tribut-CD «100 Years of Nat King Cole», die bei BeJazz hätte getauft werden sollen. Die Stücke, die der Berner Musiker für die Plattentaufe wählte, stammen aus der Zeit, als Cole im Trio ohne Schlagzeug tourte. De Carli spielt die Stücke ebenfalls im Trio und gleicher Aufstellung: mit Thomas Dürst am Bass und Slawek Plizga an der Gitarre.

Originale Arrangements

Er sei im Vergleich zum Original kein dermassen herausragender Sänger, wolle den Hörerinnen und Hörern aber dennoch mit der Interpretation von Coles Stücken nach originalen Ton­arten und Arrangements die Klänge der 40er- und 50er-Jahre näherbringen, sagt De Carli. In der Tat ist seine Stimme kühler als jene von Cole, was der dichten und tempo­­reichen Instrumentation jedoch eine wohlklingende Leichtigkeit verleiht.

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