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Der Sound des Trios Speak Low um Lucia Cadotsch zeichnet sich durch ein beinahe telepathisches Zusammenspiel aus. © Dovile Sermokas
BeJazz Club in den Vidmarhallen, Liebefeld

Essenz auf die Ohren

Fabio Baechtold, Geschäfts- und Programmleiter bei BeJazz, stellt ein beflügelndes BeJazz-Winterfestival auf die Beine. Unter anderem tauft das Trio Speak Low der Bündnerin Lucia Cadotsch sein zweites Album.

Zum gefühlten Höhepunkt der fünften Corona-Welle ein Festival zu veranstalten, ist nicht ganz ohne. «Die uneingeschränkten, sozialen Aspekte des Konzerterlebnisses fehlen mir», so Fabio Baechtold, Geschäftsleiter bei BeJazz. Das Zusammenkommen ist laut Baechthold denn auch eine Art Markenzeichen der BeJazz-Konzerte. Angst vor längerfristig leeren Rängen braucht er aber nicht zu haben: «Die Menschen kommen regelrecht angerannt, seit Konzerte wieder erlaubt sind», so der Berner.

Ohne Drumherum

Baechtold ist seit dem Jahr 2000 Teil von BeJazz, Geschäftsleiter des Vereins ist er seit 2007, seit 14 Jahren gestaltet er das Programm fürs Winterfestival. «Von Anfang an wollten wir am Winterfestival die stilistische Breite der Konzertsaison abbilden», sagt er. Dabei würden sie sowohl auf kleine als auch auf grössere Formationen setzen. An der 20. Ausgabe wird pandemiebedingt auf ein Drumherum, etwa in Form einer Party, verzichtet.

Kraft und Leichtigkeit

Aus dem Programm sticht unter anderem das Projekt Speak Low der Bündnerin Lucia Cadotsch heraus, das sich nicht ausschliesslich im Jazz verorten lässt. Mit dem Grossteil an akustischen Elementen, gespielt in kammermusikalischer Formation, zeichnet sich die Musik auf ihrem zweiten Album «Speak Low II» durch das beinahe telepathische Zusammenspiel des Trios aus.

Mit genreübergreifenden Nuancen und minimalen Mitteln, die zum Kern der Komposition vordringen, schaffen die Sängerin Cadotsch, Otis Sandsjö am Tenorsaxofon und der Bassist Petter Eldh den Spagat zwischen Kraft und Leichtigkeit. Am Winterfestival taufen sie ihren Zweitling.

Festival mit Dramaturgie

Mit dem Donnerstagabend, der Jazz und Volksmusik vereint (Joe Haider Jazz Orchestra und Jütz), dem durch und durch im Jazz beheimateten Freitagsprogramm (Lottchen, Colin Vallon Trio und Dejan Terzic’s «Axiom») sowie dem breit gefächerten Abschluss am Samstag (Blau Salvatge, Speak Low und Enders Room), spannt Baechtold einen dramaturgischen Bogen. Die Essenz dessen, was es bei BeJazz das Jahr über auf die Ohren gibt, hat er für das Festival extrahiert.

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