mitgliederwerden grey iconMitglied werden
Archiv
Minimalistisch, aber warm: Blaers neues Album verströmt eine ruhige Heiterkeit. © Ruben Ung

Als schälte sich der Tag aus dem Nebel

Auf ihrer Albumrelease-Tour macht die Formation Blaer um die Pianistin Maja Nydegger halt bei BeJazz. «Yellow» heisst die minimalistische Platte, die nach und nach an Dichte und Wärme gewinnt.

Minimalistische Sounds und tiefschürfende Stimmungen zeichnen die Formation Blaer aus, die die Pianistin und Komponistin 2012 ins Leben rief. Ihr drittes Album, «Yellow», baut auf klare Melodiefolgen und offene, luftige Arrangements. Angetrieben werden die sieben Stücke der rund einstündigen Platte vom Pianospiel Nydeggers, die an der Hochschule Luzern Jazz studierte.

Fröhliche Melancholie

Langsam und geduldig verweben sich darin das Saxophon und die Bassklarinette von Nils Fischer, ein weiteres Saxophon von Claudio von Arx sowie Simon Itens Kontrabass und Philippe Ducommuns Schlagzeug.

Umgeben von Ruhe und Fokus, wähnt man sich beim Hören in einem Strom der Musik, der immer wieder von verblüffenden Wendungen aufgewirbelt wird. Trotz Moll-Tonalität und einer passiven Schwere des Klangs wohnt dem Album, das Blaer im Rahmen der Albumre­lease-Tour bei BeJazz präsentiert, eine fröhliche Atmosphäre inne.

Licht, das sich Bahn bricht

Ein bisschen so, wie wenn die durchschimmernde Morgensonne eine in Nebel gehüllte Landschaft zum Leben erweckt. Dabei lassen sich die Stücke viel Zeit und werden nach einigen Strophen immer dichter und ausdrucksstärker.

Pulsierender Aufbruch

Unversehens brechen die Sounds auf in erstaunlich dichte Gebiete, wie man es aus dem Post-Rock kennt. Post-Jazz könnte man den Stil der Gruppe Blaer also nennen, ein Universum aus ruhig pulsierenden Szenen, von denen eine dringliche, umarmende Energie ausgeht.

 

 

Events zu diesem Artikel

Keine Veranstaltungen

Folgen Sie uns

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden