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© Benno Hunziker

Der musikalische Erzähler

Christian Sutters Spezialität: Er liest und spielt Kontrabass. Am Freitag wird aus dem Bärenstutz in Rüeggisberg ein Abend rund um Schuberts «Forellenquintett» live gestreamt.

«Die Musik soll nicht nur die Pause der Lesung sein», sagt Christian Sutter. Während 35 Jahren war er (erster) Kontrabassist und Solobassist im Basler Sinfonieorchester, heute ist er pensioniert und spielt «no bitzli Kammer­musik», wie er sagt, und tritt als musikalischer Erzähler auf – seine Spezialität. Er habe schon in der Schule gerne vorgelesen und freue sich ob des Lebenskreises, der sich nun schlies­se, indem er vermehrt gar auch bloss als Leser engagiert werde, ohne Kontrabass.

Musik, die weitererzählt 

In «Das Forellenquintett – (Alb-)Traum eines Kontrabassisten» im Bärenstutz wird Sutter gemeinsam mit Erika Schutter (Geige), Hannes Bärtschi (Bratsche), Mirjana Reinhard (Cello) und Yuka Oechslin (Klavier) Schuberts «Forellenquintett» ins Zentrum stellen, umrahmt mit passender, ausgesuchter Literatur. «Es kommt so sehr darauf an, was man vor einem Satz liest, dann klingt die Musik gleich ganz anders», so Sutter. Da sind zum einen etwa Thomas Bernhards Zirkusartisten, die verzweifelt versuchen, das «Forellenquintett» zu perfektionieren, und auf das Leben schimpfen oder zum anderen Patrick Süskinds Kontrabassist, der vom Quintett als Lebenshöhepunkt träumt. «Die Musik, die erzählt dann weiter.»

So wird wohl auch ein Stream­Konzert etwas lebendiger, wenn sich Musik und Wort Hand in Hand um Schuberts Meisterwerk kümmern. Mit Auszügen aus Peter Härtlings Roman «Schubert» und einer Anekdote aus «Der heitere Reger» von Max Martin Stein wird der Abend thematisch passend abgerundet und ergänzt.

Bärenstutz, Rüeggisberg
Livestream-Konzert: Fr., 5.3., 20 Uhr
www.baerenstutz.ch

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