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Spielt gleich doppelt: die US-Pianistin Claire Huangci gastiert im Farelhaus Biel.© Mateusz Zahora
Farelhaus, Biel

Marathon am Piano

Mit einem Doppelabend der Pianistin Claire Huangci 
geht die Konzert-Zwangspause der Reihe «Révélation Jeunes Maîtres» zu Ende. Sie spielt eine Bach-Toccata, eine Beethoven-Sinfonie und Schubert-Sonaten.

Innert weniger Stunden war es ausverkauft, das Konzert der US-Pianistin Claire Huangci im Bieler Farelsaal. «Mein Stammpublikum scheint nach so langer Zeit richtig kulturdurstig zu sein», so Daniel Andres, Gründer
der Konzertreihe «Révélation Jeunes
Maîtres». Kurzum schlug Huangci, die bereits mehrere Male in der Reihe gastiert hatte, also ein Doppelkonzert vor, denn auch sie sei konzerthungrig und freue sich auf ihren «Pianathon».

Erst Moll, dann lebensfreudig Dur

Die mehrfach preisgekrönte Pianistin wird beide Konzerte in voller Länge spielen, «ein richtiger Marathon», sagt Andres. Er staunt. Und irgendwie ist ihr ein Doppelkonzert noch nicht genug – sie wird zwischen der Bach-Toccata zu Beginn und der Beethoven-Sinfonie am Ende, jeweils eine andere der späten und sehr anspruchsvollen Schubert-Sonaten spie­­len. Während sie sich im ersten Konzert noch der düsteren Schubertschen c-Moll-Schicksalsstimmung hingibt, wird sie sich im zweiten Konzert ganz post-Lockdown der heiteren A-Dur­-Lebensfreude zuwenden.

Liszts Beethoven-Transkription

Im Übrigen wird es auch eine kleine Premiere geben: Obwohl die 31-jährige Huangci normalerweise weltweit Konzerte spielt und Beethovens sechste Sinfonie, die «Pastorale», bereits auf CD eingespielt hat, wird sie diese in Biel zum allerersten Mal öffentlich vor Publikum spielen. Das Lied, das sie dank dem Disney-Klassiker «Fantasia» seit ihrer Kindheit kennt, hat sie in der seltenen Transkription von Liszt für Klavier im Studio von «SWR» aufgenommen.

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