mitgliederwerden grey iconMitglied werden
Archiv
Der Konzertchor Rapperswil wird dieses Mal vom Instrumentalensemble Le Moment Baroque und einem Solistenensemble unterstützt.© Beat Loosli
Französische Kirche, Bern

Gebel, immer schnell

Der Komponist Georg Gebel war hochbegabt und schnell: Sein Weihnachts- und sein Neujahrsoratorium singt der Konzertchor Rapperswil in der Französischen Kirche.

Musikalisch, hochbegabt, ein Wunderkind: Der im Jahr 1709 geborene deutsche Musiker Georg Gebel erwies sich bereits in früher Kindheit als Tastenvirtuose. Von seinem Vater gefördert, machte er bald Karriere in Breslau und Dresden und fand schliesslich am Hof von Johann Friedrich in Rudolstadt die idealen Bedingungen, um als Komponist, Künstler, Konzert- und Kapellmeister seine Talente auszuleben. Unter den zahlreichen Gesangs- und Instrumentalstücken, die er, wie ein Zeitgenosse berichtet, «mit einer unglaublichen Geschwindigkeit und öfters bei einer Schale Kaffee» gefertigt hat, befinden sich auch zwei Oratorien: je eine «musikalische Andacht» zu Weihnachten und zum Neujahr.

Entführung in glückliches Neues

Diese beiden Kantaten präsentieren der Konzertchor Rapperswil, das Instrumentalensemble Le Moment Baroque und ein Solistenensemble (Anja Christina Loosli, Juliane Bogner, Niklaus Loosli, Tobias Wicky) an ihrem Weihnachtskonzert. «Gebels Oratorien sind wunderbare, festliche Klangschöpfungen, mit denen wir das Publikum in eine friedliche Weihnachtszeit und in ein hoffentlich gesundes, helles und glückliches neues Jahr entführen wollen», sagt der Dirigent und künstlerische Leiter, Peter Loosli.

Vergehen und Werden

Im Weihnachtsoratorium habe es Gebel «ausgezeichnet verstanden», die Freude und Dankbarkeit über die Liebe, das Licht und die Gnade Gottes mit entsprechenden Harmonien und passender Instrumentierung zu verstärken, so Loosli. Das Neujahrsora­torium indes thematisiert das Vergehen und Werden. «Mit verschiedenen Stilmitteln wie Synkopen, Triolen oder schnellen Sechzehnteln unterstreicht der Komponist die Gefühle, die zwischen flehentlichem Bitten und vertrauensvoller Hoffnung oszillieren», sagt Loosli. Der Konzertchor Rapperswil interpretiert letztere Komposition als Schweizer Erstaufführung.

Events zu diesem Artikel

Keine Veranstaltungen

Folgen Sie uns

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden