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Solistin Silke Gäng.© ZVG
Münster, Bern

Das Zwischenjahr

Zwei Jubilare in einem Konzert. Der Pro Arte Konzertchor und das Sinfonieorchester Biel Solothurn zelebrieren gemeinsam Schubert und Beethoven im «Jahr dazwischen». Ludwig van Beethoven. Franz Schubert. Der eine Wegbereiter der Romantik, der andere Vertreter der Frühromantik. Zwei der grössten Namen der klassischen Musik, vereint in einem Konzert des Konzertchores Pro Arte und des Sinfonieorchesters Biel Solothurn. Gemeinsam mit den mehrfach ausgezeichneten Solist*innen Jardena Flückiger, Silke Gäng, Maximilian Vogler und Robert Koller laden die Sängerinnen und Musiker zu einem Doppeljubiläum im «Jahr dazwischen», wie sie es selber nennen.

Denn die Pandemie hat dem 250-jährigen Beethoven im vergangenen Jahr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und auch die 225 Jahre Schubert im nächsten Jahr können nicht mit Garantie gebührend mit Konzerten gefeiert werden. So entschied sich Pro Arte zu einem Zwischenjahr, in einem Moment, in welchem grosse Chor- und Orchesterkonzerte wieder möglich sind. Ein Konzert mit zwei Jubilaren aus dem 18. Jahrhundert – und mit je einem ihrer bedeutendsten Werke.

Das Sinfonieorchester Biel Solothurn wird das «Zwischenjahrkonzert» mit der h-Moll-Sinfonie von Schubert, besser bekannt als die «Unvollendete», eröffnen. Nur zwei Sätze kurz ist sie, da Schubert im Herbst 1822 die Arbeit daran unterbrach, um aus finanziellen Gründen Auftragskompositionen entgegenzunehmen. Es sollte das Werk werden, mit welchem er aus dem Ehrfurcht gebietenden Schatten Beethovens treten würde. Denn obwohl beide in Wien lebten, begegneten sie sich kaum. So galt Schubert als scheu und zurückhaltend und Beethoven bereits als Star. «Heimlich im Stillen hoffe ich wohl selbst noch etwas aus mir machen zu können, aber wer vermag nach Beethoven noch etwas zu machen?», soll der 18-jährige Schubert nach einem Konzert der 5. Sinfonie Beethovens gesagt haben.

Am kommenden Wochenende vereinen also Chor und Orchester die beiden. Nach dem zweiten, offen endenden Satz der zarten, doch dramatischen «Unvollendeten» bringen Pro Arte, das Orchester und die vier Solistinnen und Solisten Beethovens Messe in C-Dur aufs Parkett. Ein wegweisendes Werk, mit welchem er sich von den damals gängigen Messevertonungen distanzierte, und das er wiederum nach seinem Vorbild Haydn komponierte.

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