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Dirigiert: Lena-Lisa Wüstendörfer.© Dominik Buettner
Casino, Bern

Beethoven, last minute

Das Weihnachtskonzert des Berner Bach Chors eröffnet mit der Chorfantasie Beethovens in c-Moll und endet mit dem pastoral-lyrischen «Oratorio» von Saint-Saëns.

Vor 213 Jahren, am 22. Dezember 1808, veranstaltete Ludwig van Beethoven im Theater an der Wien ein vierstündiges Mammutkonzert. Während die Menschen im Saal wegen ungenügender Heizung auf ihren Plätzen bibberten, kamen auf der Bühne Meisterwerke wie die fünfte und sechste Sinfonie zur Uraufführung. Das Schlusslicht bildete eine «Fantasie für Klavier, Soli, Chor und Orchester» in c-Moll, die Beethoven gerade noch in allerletzter Minute geschrieben haben soll. Der Berner Bach Chor, das Orchestra of Europe, der Pianist Teo Gheorghiu und ein Solistenensemble (Lena Kiepenheuer, Sarah Widmer, Anna Nero, Tamás Henter, Eelke van Koot, Niklaus Kost) präsentieren diese Chorfantasie unter der Leitung von Lena-Lisa Wüstendörfer an ihren Weihnachtskonzerten.

Glanzvoll bis lyrisch-pastoral

Es sei ein aussergewöhnliches Werk, sagt Wüstendörfer. Zunächst beginne es ganz unerwartet mit einer Kadenz für Klavier solo; dann, einem «raffinierten dramaturgischen Aufbau» folgend, würden sich nach und nach die Instrumente zu einem Sinfonieorchester vereinen, bis schliesslich, «als Krönung», die sechs Vokalsolisten und der grosse Chor die Komposition in ein «glanzvolles Finale» führten.

Im Anschluss interpretiert der Pianist Teo Gheorghiu – bekannt aus dem Film «Vitus» – den Solopart des dritten Klavierkonzerts op. 37 von Beethoven. Im zweiten Konzertteil offerieren die Musiker*innen dem Publikum die lyrisch-pastoralen Klänge des «Oratorio de Noël für Soli, Chor und Streichorchester» op. 12 von Camille Saint-Saëns.

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