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Rief die kammermusikalische Reihe mit ins Leben: Hiroko Sakagami.© Yoshiko Kusano
Yehudi Menuhin Forum, Bern

Auf einer Wellenlänge

Vom intuitiven Zusammenspiel schwärmt die künstlerische Leiterin des Forum Kammermusik, Hiroko Sakagami. Ihr erstes Konzert des Jahres steht an.

«Wir haben dieselbe musikalische Wellenlänge», sagt die Berner Pianistin Hiroko Sakagami über ihre Musik­partner*innen, die sie an die Reihe «Forum Kammermusik» einlädt: «Es ist ein Animieren und Reagieren, ein Geben und Nehmen, ein Verstehen ohne Worte, und mit dem gegebenen Vertrauen können wir uns auch noch während des Konzerts zu neuen Wendungen hinreissen lassen.» Neben dem hohen musikalischen Niveau und der abwechslungsreichen Programmgestaltung machen denn auch die persönlichen und freundschaftlichen Aspekte diese feine Kammermusikreihe aus. So gibt es nach den Konzerten jeweils ein Apéro, an dem sich die Besucher*innen und Musiker*in­nen begegnen können.

 

Kontraste zum Auftakt

An diesem Wochenende präsentiert das Forum Kammermusik in Bern und Thun nun das erste Konzert seiner neuen Saison. Die Auftritte bestreitet Hiroko Sakagami am Flügel gemeinsam mit zwei befreundeten Streichern: dem Geiger Patrick Genet aus Lausanne und dem Cellisten Thomas Grossenbacher aus Zürich. Die ersten beiden Werke auf dem Programm – die Sonate für Klavier und Violine B-Dur KV 378 von Mozart und die Sonate für Klavier und Violoncello A-Dur Nr. 3 von Beethoven – lassen sich stilistisch zwar derselben Epoche zuordnen, doch der Ausdruck sei dennoch sehr unterschiedlich, sagt Saka­gami: «elegant, höfisch und zuweilen opernhaft» die Komposition von Mozart und «eher pastoral, mit metaphysischen Dimensionen» jene von Beethoven. Einen weiteren, starken Kontrast bietet im Anschluss Schuberts monumentales Trio für Klavier, Violine und Violoncello Es-Dur Nr. 2 op. 100, in dem existenzielle Befindlichkeiten sehr expressiv ausagiert würden, so die Musikerin: «Man kann in dieser Musik förmlich das Ringen eines Menschen fühlen, der, an der Schwelle zum Tod, dämonischen Mächten seine innere Sehnsucht nach himmlischer Erlösung entgegenstellt.»

 

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