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Ungewöhnliche Liebe: Silvan Müller und Veronika Herren als Harold und Maude. © ZVG
Theater Remise, Bern

Todesdrang, Lebenslust

Der schwarze Komödienklassiker «Harold und Maude», aufgeführt von der Studio Bühne Bern, thematisiert gesellschaftliche Tabus. Veronika Herren führt Regie und spielt die weibliche Hauptrolle.

«An der Geschichte fasziniert mich am meisten, dass zwischen einer 80-jährigen Frau und einem jungen Mann eine Beziehung entstehen kann. Zudem ist er todessüchtig, während sie das ­Leben liebt», sagt die Berner Schauspielerin Veronika Herren über Colin Heggins schwarze Komödie «Harold und Maude» (1971).

Das Stück handelt vom 19-jährigen Harold (Silvan Müller), der an einer Beerdigung die unkonventionelle Maude kennenlernt. «Je mehr Harold in das Leben von Maude eintaucht, desto mehr verändert sich sein Blick auf die Welt», so die 71-jährige Herren, die bei der Produktion sowohl Regie führt als auch Maude spielt.

Die Frau wecke in Harold eine Sehnsucht nach Leben und Gefühlen. Diese emotionale Bindung, die für ihn Neuland ist, verwechselt er mit Liebe – Maudes Alter interessiert ihn dabei nicht im Geringsten. In seinem Überschwang will er sie sogar heiraten. «Dies verdeutlicht Harolds neu­rotische Züge, die ihn nach wie vor begleiten», sagt die Regisseurin.

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