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Regisseur Mathias Spaan. © ZVG
Bühnen Bern: Vidmar 1, Liebefeld

Sturm und Stille

Mathias Spaan inszeniert für Bühnen Bern Handkes 
«Kaspar» – und will die Zuschauer*innen trotz aller Sprachgewalt mit Stille konfrontieren.

Veranstaltungsdaten

SA 08.01.2022 19.30
FR 18.02.2022 19.30
Da steht ein Mann auf der Bühne, doch es scheint, als wäre er kein wirklicher Mensch. Lediglich einen Satz kennt er: «Ich möchte ein solcher werden wie einmal ein andrer gewesen ist.» Andere Wörter, etwa für Gegenstände, die ihn umgeben, sind ihm fremd.

In seinem Sprechstück «Kaspar» geht Peter Handke der Macht und Ohnmacht von Sprache auf den Grund und verwandelt den historischen Stoff um die Figur des Kaspar Hauser in einen Möglichkeitsraum der Wahrnehmung.

Der österreichische Jungregisseur Mathias Spaan bringt Handkes nicht ganz einfachen Text auf die Bühne: «Ich habe dem Stück eine neue Form gegeben, eine neue Reihenfolge», so Spaan zu seinem Debüt bei Bühnen Bern. «Dabei habe ich mich zwar vom ursprünglichen Aufbau entfernt, glaube aber dennoch, dem Kern des Stückes auf der Spur zu sein.»

Frei von Konventionen

Spaan selbst fasziniere an Sprache, dass sie erfunden sei. «Wir vergessen oft, dass sie ein System ist, auf das wir uns als Gesellschaft geeinigt haben.» Zu Beginn des Stücks kenne Kaspar diesen Code nicht und sei somit frei von allen Konventionen. Erst mit dem Erlernen der Sprache werde er Teil, gleichzeitig aber auch Gefangener des Systems, so Spaan. «Diese Entwicklung sichtbar zu machen, ist aufregend und spannend.»

Auf die Frage, was die Zuschauer*innen erwarte, meint Spaan: «Bei aller Sprachgewalt würde ich unseren Abend eher als still und museal beschreiben. Ich hoffe, dass es uns gelingt, Handkes Sprachgewitter auch visuell zu einem Erlebnis zu machen.»

Spaans erste Inszenierung in Bern ist gleichzeitig auch der erste Auftritt 
für die neuen Ensemblemitglieder Genet Zegay, Vieth Anh Alexander Tran und Claudius Körber, der Kaspar spielt.

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Bühne

Kaspar

Wie wird man eigentlich ein Mensch? Keiner geringeren Frage als dieser geht der erst kürzlich mit dem österreichischen Nestroy-Preis für den besten Nachwuchsregisseur ausgezeichnete Mathias Spaan in  Bühnen Bern - Vidmar 1, Liebefeld 08.01.2022, 19.30
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Wie wird man eigentlich ein Mensch? Keiner geringeren Frage als dieser geht der erst kürzlich mit dem österreichischen Nestroy-Preis für den besten Nachwuchsregisseur ausgezeichnete Mathias Spaan in  Bühnen Bern - Vidmar 1, Liebefeld 18.02.2022, 19.30

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