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Das Berner Kammerorchester ist bekannt für seine unkonventionellen Produktionen.© William Croall Photograph

Schräge Musik und ein dadaistisches Ballett

Die Zeichen stehen auf Aufbruch: Das Berner Kammer­orchester präsentiert mit dem 3. Abo-Konzert «Dance!» einen Abend voller Möglichkeiten.

Das 3. Abo-Konzert «Dance!», bei dem Kaspar Zehnder als Gastdirigent auf der Bühne steht, widmet sich der Neuen Musik der Jahrhundertwende und des frühen 20. Jahrhunderts. «Es ist eine Zeit des Aufbruchs und eine Zeit, in der alles möglich wird», so Zehnder. Dies passt auch zum Berner Kammerorchester, das unter anderem bekannt ist für seinen Erneuerungswillen und seine ungewöhnlichen Formate.

Am 3. Abo-Konzert wird eine Kooperation mit der Tanzkompanie T42dance, bestehend aus Misato Inoue und Félix Duméril, präsentiert. Die Produktion, die live aus dem Theater National gestreamt wird, bietet nebst den orchestralen Klängen auch etwas für das Auge. Ergänzend dazu, und stellvertretend für das zu Hause fehlende Programmheft, springt Theatermusiker und Musikwissenschaftler Moritz Achermann als Moderator ein. Mit Werkeinführungen und Kurzbiografien von Künstlerinnen und Künstlern wird er durch den Abend führen.

Transatlantische Spuren

Thematisch zieht sich die geografische Linie Paris, Wien, Amerika wie ein roter Faden durch den musikalischen Abend: mit der «Symphonie marine» von Jacques Ibert, Erich Wolfgang Korngolds Suite op. 11 aus der Musik zu Shakespeares «Viel Lärm um nichts» und mit Variaciones concertantes des argentinischen Komponisten ­­Alberto Ginastera.

Besonders auf die tänzerische Interpretation von T42dance zum Ballett «Les mariés de la tour Eiffel» darf man gespannt sein. Bei der polytonalen und oftmals etwas schrägen Musik vom Komponisten-Zusammenschluss Les Six, sei nicht die Handlung wichtig. Vielmehr rücke die Bewegung mit verspielten und clownesken Elementen in den Vordergrund des dadaistischen Balletts, so Zehnder. Der Konzert- und Tanzabend begibt sich damit auch auf eine abstrakte Ebene. Doch gerade diese schätzt Zehnder: «Das Schöne am Abstrakten ist, dass es mit der Zeit auch etwas weniger abstrakt wird.»

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