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Gehen an der Wirklichkeit irre: Dürrenmatts Physiker.© Rolf Veraguth
Theater Matte, Bern

Lieber verrückt als normal

Das Theater Matte zeigt Dürrenmatts viel aufgeführte Komödie «Die Physiker» – ein Stück voller schwarzen Humors, rasanter Wortgefechte und Scharaden.

 Les Cerisiers heisst das noble Sanato­rium, in dem die drei Wissenschaftler Johann Wilhelm Möbius, Herbert Georg Beutler und Ernst Heinrich ihr Dasein fristen. Möbius glaubt, mit König Salomo in Kontakt zu stehen. Er hat die sogenannte Weltformel entdeckt – eine wissenschaftliche Errungenschaft, die allerdings das Ende der Menschheit bedeuten könnte – und will diese geheim halten. Allerdings wirkt er zunehmend verwirrt. Und auch die anderen beiden scheinen nicht mehr ganz alle Tassen im Schrank zu haben: Einer hält sich für Isaac Newton und der andere ist überzeugt davon, Albert Einstein zu sein.

Wissen und Wahn

In der Nervenheilanstalt geschehen bald grausame Dinge: Eine Krankenschwester wird ermordet, wie Monate zuvor bereits eine andere Pflegerin. Der überforderte Polizist tappt im Dunkeln, die Klinikleitung versucht, die Morde zu vertuschen. «Die Physiker» von Friedrich Dürrenmatt ist eine schwarze und böse Komödie mit rasanten Dialogen und ausgeklügelten Rollen über die Verantwortung der Wissenschaft. Das Theater Matte zeigt das weltweit erfolgreiche Stück, in dem die Menschheit einem bitterbösen Scharadespiel zum Opfer fällt, unter der Regie von Oliver Stein, der in der Medienmitteilung treffend resümiert: «Wenn das Normale unsere Realität ist, stellt sich mir die Frage, ob es nicht angenehmer wäre, verrückt zu sein.»

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