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Mal Monsieur Ibrahim, mal Moses: Lukas Lobis schlüpft in unterschiedliche Rollen.© Dario Conci
Das Theater an der Effingerstrasse, Bern

Ibrahim blickt in Spiegel

Das Theater an der Effingerstrasse bringt «Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran» als Einmannstück auf die Bühne. Der Tiroler Schauspieler und Kabarettist Lukas Lobis schlüpft dabei in viele verschiedene Rollen.

Manchmal klaut der 12-jährige Moses Konserven im Lebensmittelladen von Monsieur Ibrahim, den viele einfach als «Araber im Quartier» bezeichnen. Der 12-jährige lebt allein mit seinem Vater, einem jüdischen Anwalt, in Paris. Trotz seinen kleinen Delikten entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft zwischen ihm und dem Ladenbesitzer.

Mit der Erzählung «Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran» gelang dem belgisch-französischen Autor Éric-Emmanuel Schmitt ein Grosserfolg. 2003 wurde das Buch gar mit dem 2015 verstorbenen Weltstar Omar Sharif in der Rolle des Monsieur Ibrahim verfilmt. Die Theaterversion als Einmannstück ging der Erzählung jedoch voraus. Das Theater in der Effingerstrasse bringt es nun in einer deutschen Fassung auf die Bühne. Der Tiroler Schauspieler und Kabarettist Lukas Lobis wird dabei in die unterschiedlichsten Rollen schlüpfen und nebst den beiden Hauptfiguren auch mal den Sechzigerjahre-Star Brigitte Bardot geben.

Humor rettet vor Kitsch

Der 1982 in Darmstadt geborene Regisseur Philipp Jescheck, der in München lebt, hat bereits das Jugendstück «Die Erpressung» für das Theater an der Effingerstrasse inszeniert.


In Kooperation mit den Vereinigten Bühnen Bozen – die Premiere von «Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran», fand im vergangenen Mai in Bozen statt – bekommt nun das Berner Publikum die Lebensweisheiten des Monsieur Ibrahim zu hören. Im Stück ist Moses bereits ein erwachsener Mann und blickt in die Vergangenheit zurück. Die Bühne (Sina Barbra Gentsch) ist als Spiegelkabinett konzipiert. Musikalisch untermalt wird die rührende Geschichte mit einer 
Mischung aus Klezmer und orientalischen Klängen des Komponisten Jakob Lakner. «Lukas Lobis ist die ideale Besetzung, weil er es als Kabarettist gewohnt ist, alleine vor Publikum zu stehen», so Regisseur Jescheck. Kitschig werde es nie, dank des Humors im Stück, den er sehr ernst genommen habe.

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