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In Blazer und Anzug verschaffen sie sich Gehör: die U14-Gruppe der Jungen Bühne.© Junge Bühne Bern

Botschaft an die Menschheit

Im digital produzierten Stück «Veränderungspotential» sagen zwanzig Jugendliche der Jungen Bühne Bern, was sie schon immer mal sagen wollten.

«Gurken sind saftig», «das Universum ist so unendlich gross» oder «ich schäme mich so» – das Spektrum an Aussagen ist gross im Stück «Veränderungspotential» der Jungen Bühne Bern. Die Leiterinnen Soraya Hug und Vera Vanoni haben das Stück mit der U14–Gruppe der Jungen Bühne Bern realisiert. Hug war als Jugendliche selbst eine Spielerin bei der Jungen Bühne Bern. Im Herbst letzten Jahres hat sie ein Studium im Bereich Prozess-Design angefangen, Vanoni hat Theaterpädagogik in Zürich studiert. Letzten Sommer gaben die beiden ihrer Truppe eine Aufgabe. Sie sollten sich überlegen, was sie schon immer mal sagen oder machen wollten. «Aus den Aussagen der Jugendlichen ist ein Collage-Stück entstanden», so Hug. Überrascht waren die beiden Leiterinnen von dem grossen Bewusstsein der unter Vierzehnjährigen für Fragen rund um Klimawandel, Rassismus und Sexismus. Es wurde improvisiert, aufgeschrieben und geprobt. Das fertige Stück haben sie schliesslich abgefilmt – es kann über einen Link auf der Webseite angeschaut werden. Auch was sie auf der Bühne immer schon gerne getan hätten, sollten die Schauspielerinnen und Schauspieler präsentieren. Ins fertige Stück eingeflossen sind nun unter anderem ein Zaubertrick und ein Lied.

An den Alltag geknüpft

Das Bühnenbild besteht aus einem überdimensionalen Stuhl und Bleistiften. Damit werde dargestellt, dass sich die Jugendlichen mit Themen befassen, die zu gross für sie scheinen, so Hug. «Sie sind kleine Menschen in dieser grossen Welt.» Die Kostüme – es sind Anzüge und Blazer, in denen sie etwas fremd wirken – sollen die Wichtigkeit ihrer Anliegen repräsentieren. Durch die Reflexion und das Improvisieren wurden grosse Themen verhandelt und dabei die Frage aufgeworfen: «Was hat das mit meinem eigenen Leben zu tun?» Dass man als Einzelner etwas ändern kann, darin waren sich die Jugendlichen einig. Darum folgt am Ende des Stückes die Verlesung eines Briefs voller Wünsche und Hoffnungen an die Menschheit.

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