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Das Bernische Historische Museum lädt zur virtuellen «Gaffeepouse».© Bernisches Historisches Museum

Virtuelles Museums-Potpourri

Die Berner Museen zeigen sich im Lockdown-Modus kreativ. Mit Blogeinträgen, Podcasts oder ausgewählten Objekten vermitteln sie Geschichten, Wissenswertes und lassen uns Ausstellungen von zu Hause aus erleben.

«Gaffeepousäääää!», ruft jemand in die Runde. Das ist der Startschuss für den wöchentlichen Podcast «Gaffeepouse» des Bernischen Historischen Museums. Es ist Tradition, dass sich das Museumsteam jeweils Punkt halb zehn Uhr zur gemeinsamen Kaffeepause trifft, einem Austausch, der zu Hause im Homeoffice fehlt. Der Podcast des Kommunikationsteams bringt mit Geschichten und Wissenswertem das Museum kurzerhand zu uns nach Hause.

In der zweiten Folge trinkt Nathalie Jufer mit Vanessa Haussener einen Kaffee per Telefon. Die Archäologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin geht ihrem Hobby, dem Wandern, nun zu Hause nach. Anstatt über Berge und Gletscher wandert sie von Bürotisch zu Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer und wieder zurück und plaudert für «Gaffeepouse» aus dem beruflichen Nähkästchen. Sie erzählt die Geschichte von Schnidi – dem Berner Äquivalent zur Promi-Mumie Ötzi – der im Hitzesommer 2003 zum Vorschein kam, als das Schnidejoch zwischen der Lenk und Sion begehbar wurde.

Jeden Donnerstag erscheint um 9.30 Uhr eine neue «Gaffee­pouse»-Episode auf Spotify und auf www.bhm.ch

Ein Blick hinter die Kulissen

Wie im Film «Nachts im Museum» dreht Simone Grossenbacher, Mitarbeiterin des Sicherheitsdienstes des Kunstmuseums Bern, eine Kontrollrunde durch die leeren und dunklen Ausstellungsräume. Im Blog «Kunstmuseum Bern im Lockdown» beschreiben Mitarbeitende ihre Erfahrungen mit der aktuellen Situation. Ob Sicherheit, Telefondienst, Öffentlichkeitsarbeit oder Ausstellungsvorbereitung - der Blog gibt Einblick in jeden Bereich des Museums. Und damit die Kunst nicht auf der Strecke bleibt, führt uns Kuratorin Kathleen Bühler virtuell durch die Ausstellung des ghanaischen Künstlers «El Anatsui - Triumphant Scale».

www.kunstmuseumbern.ch

Den Blüten beim Blühen zuschauen

Zartrosa, fein und verletzlich öffnen sie sich für die ersten Frühlings­sonnenstrahlen: die Blüten der Bergkirsche (Prunus sargentii Rehder). Sie ist die Pflanze des Monats April im Botanischen Garten Bern. Auf der Website erfährt man, was sich Wissenswertes hinter dem Kirschblütenwunder versteckt. Ausgerüstet mit dem neuen Wissen, kann man im Garten die Nase in die Sonne strecken und den Blüten beim Blühen zuschauen.

www.boga.unibe.ch

Online-Schatztruhen

Für alle, die den Schnee bereits vermissten, als die ersten Aprilglocken sprossen, ist das virtuelle «Fundbüro für Erinnerungen» im Alpinen Museum eine willkommene Flucht aus dem Alltag. In Erinnerungen ans Skilager anno dazumal schwelgend, kann man im Online-Fundbüro stöbern. Es stehen zahlreiche Ski-Objekte und Geschichten von Besucherinnen und Besuchern des Museums zum Betrachten und Nachlesen bereit.

Auch das Schweizerische Schützenmuseum Bern wechselt in den Online- Modus. Im virtuellen Museum auf Facebook wird montags bis freitags täglich ein Objekt aus der hauseigenen Sam­m­lung des Museums vorgestellt. In ihrem Fundus befinden sich auch Bronzemedaillen der 7. Olympischen Spiele, die 1920 in Antwerpen stattfanden.

www.schuetzenmuseum.ch
www.e-fundbuero.ch

Sie erzählt die Geschichte hinter Schnidi – dem Berner Äquivalent zur Promi-Mumie Ötzi – der im Hitzesommer 2003 zum Vorschein kam, als das Schnidejoch zwischen der Lenk und Sion begehbar wurde.

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