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Surreal: Installation Gestaltung von Atelier Zeitraum. © Atelier Zeitraum
Kornhausforum, Schule für Gestaltung und Kulturbüro, Bern

Über die Form hinaus

Das Design Festival Bern zeigt ein Wochenende lang innovative Arbeiten von Schweizer Designschaffenden. 
Mit Finnland ist erstmals ein Gastland mit von der Partie.

Die weissen, blasenartigen Objekte evozieren eine surreale Leichtigkeit, sind auf schräge Stühle gepfercht oder an Kleiderständern befestigt: Seit einigen Tagen erblicken Passant*innen im 
Loeb-Schaufenster das Projekt «Bubble». Die Installation des Ateliers Zeitraum, gegründet von Polydesignerin Daniela Pellegrini und Szenografin Claudia Marolf, bildet den Auftakt für die vierte Ausgabe des Design Festival Bern. Die Blasen aus recycelten Materialien symbolisieren den Designprozess als wachsendes, sich ständig veränderndes organisches Gebilde und sagen gleichzeitig viel über den Ursprungsgedanken des Festivals aus. «Der Kreativwirtschaft und vor allem dem Standort Bern fehlte es für Designschaffende an Möglichkeiten, in ihrer kreativen Blase sichtbar zu sein, sich vernetzen zu können und gefördert zu werden», erzählt der Multimedia Designer Thomas Oehrli, Ko-Gründer und Eventleiter des Design Festivals. Gemeinsam mit dem Industrial- und Experience-Designer Florian Steiner, der sich von Besuchen des London Design Festivals inspirieren liess, nahm er sich vor, ein solches in Bern ins Leben zu rufen.

Verlangen nach Präsenz

Über 40 Ausstellende schaffen während des Design Festivals im Kornhausforum mit ihren Arbeiten aus den Bereichen Grafik, Produkte und Interaction einen Design-Kosmos. Dabei spielen die Objekte an sich genauso eine Rolle wie Kreativ- und Produktionsprozesse sowie übergeordnete Designfragen.

So rückt etwa der Zürcher Industriedesigner Philipp Büchler den Balkon als wichtigstes Naherholungsgebiet ins Zentrum. Sein Tischchen aus der Serie «Arabesk» ist aus einem Stück gefertigt und lässt sich direkt am Balkongeländer befestigen. Büchlers ästhetische Produkte sind lokal produziert, funktional – und zahlbar. Damit entsprechen sie allen Kriterien, die ihm als Designer wichtig sind.

Finnland bringt Futuristisches

Parallel zur Ausstellung finden in der Schule für Gestaltung und im Kulturbüro Bern verschiedenen Referate, Podiumsdiskussionen und Workshops statt. Mit Finnland ist dieses Jahr zum ersten Mal auch ein Gastland mit von Partie. In der Sonderausstellung «New Traditions» verbinden ein Dutzend finnische Designer*innen Handwerkskunst und Tradition mit zeitgenössischem Design. «The Future Is Here» heisst die entsprechende Reihe von Vorträgen über finnische Designlösungen für mehr Lebensqualität und Nachhaltigkeit.

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