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Wehe, wenn sie losgelassen: Ein Tyrannosaurus rex auf dem Weg ins Naturhistorische Museum.© NMBE/Lisa Schäublin
Naturhistorisches Museum Bern

Kurzlebiger Vielfrass

Mit der neuen Wechselausstellung «T. rex – Kennen wir uns?» richtet das Naturhistorische Museum mit lebens­grossen Nachbildungen und Originalfunden einen neuen Blick auf die Riesenechse und ihren Ruf. Das von der Populärkultur übermittelte Bild des Tyrannosaurus rex hinterlässt nicht gerade den besten Eindruck, wird er doch meistens als «König der schrecklichen Echsen» dargestellt. Doch was weiss die Wissenschaft mittlerweile über den dickhäutigen Giganten? Die neue Ausstellung «T. rex – Kennen wir uns?» macht den Auftakt einer Reihe kürzerer Wechselausstellungen, die im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss des Naturhistorischen Museums gezeigt werden.

111 Kilo Fleisch pro Tag

Die Schau befasst sich mit den Stärken und Schwächen des Sauriers, der mit seinen zwölf Metern Länge, sieben Metern Höhe und einem Gewicht von bis zu neun Tonnen zu den grössten Raubtieren überhaupt zählt. Anhand von Grafiken, die sich wie ein Leitfaden durch die Ausstellung ziehen, erfährt man Erstaunliches über die mythenumrankte Riesenechse. Etwa, dass er ein erstaunlich grosses Gehirn hatte und – anders als im Film «Jurassic Park» dargestellt – eher träge unterwegs war, mit maximal 20 Kilometern pro Stunde.

Die lebensgrossen, sich bewegenden Nachbildungen verschiedenster Saurier, wirken täuschend echt. Sie stehen im Kontrast zum minimalistisch gestalteten, audiovisuellen Raum (Sound: Werner Hasler), der die Saurier und ihre Fragmente umgibt. Mit einem originalgetreuen Skelett des T. rex und anhand von Haut-, Kot- und Knochenfunden wird man selbst zur Spurensucherin des Raubtieres, das etwa 111 Kilo Fleisch pro Tag verschlang und ungefähr 30 Jahre alt wurde.

Eine Treppe markiert den Einschlag des Chicxulub-Asteroiden vor 66 Millionen Jahren, dem bis zu 75 Prozent aller Lebewesen zum Opfer fielen. Im Obergeschoss zeigen verschiedene Zeitinseln, benannt nach den Gezeiten Trias, Jura und Kreide, echte Fossilienfunde aus der Schweiz.

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