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Wie kreieren Argentinier mit Schweizer Wurzeln ihr Kulturgut?© ZVG
Alpines Museum, Bern

Identität zurechtgelegt

Die Ausstellung «Suiza existe» – «Die Schweiz existiert», im Alpinen Museum behandelt Schweizer Migration in der Umkehrung.

Esperanza ist eine Stadt in Argentinien, die vor gut 160 Jahren  von europäischen Immigranten gegründet wurde, fast hälftig bestehend aus Schweizern. Diese Wurzeln sind vielerorts präsent. Es gibt den Metzger «Matadero» Deppeler oder ein Treuhandbüro Ursprung. Eine Schulklasse ist nun den Hinweisen auf die Schweizer Geschichte nachgegangen – kein Wunder ergab sich das Thema, heissen doch drei Mädchen und ein Junge der 36 Schüler Guillermina, respektive Guillermo, also Willhelmine und Willhelm. Ihr Material führte zur Ausstellung «Suiza existe» im Alpinen Museum, die auch Tango, Musik und argentinische Weindegustation bietet.

Beat Hächler, Direktor des Alpinen Museums, will mit der Ausstellung den Fokus auf eine Schweiz richten, die früher kein Land der Zuwanderung, sondern der Auswanderung war. Insbesondere interessiert ihn die Frage, wie fest sich die Argentinier mit Schweizer Wurzeln ihr Kulturgut Schweiz kreieren und sich damit eine Vorstellung von einem Land bewahren, die sich von «unserer» Alltags-Schweiz unterscheidet. «Identität ist nichts Festes, wir legen sie uns immer wieder neu zurecht und bauen daran weiter.»

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