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Zentrum Paul Klee, Bern

Flirrende Farben und klare Linien

Das Zentrum Paul Klee lädt in «Bridget Riley: Looking and Seeing, Doing and Making» zur lustvollen Begegnung mit einer wichtigen Malerin der Postmoderne.

Veranstaltungsdaten

DO 11.08.2022 10.00
DO 11.08.2022 10.00
FR 12.08.2022 10.00
FR 12.08.2022 10.00
SA 13.08.2022 10.00
SA 13.08.2022 10.00
SO 14.08.2022 10.00
SO 14.08.2022 10.00
SO 14.08.2022 12.00
DI 16.08.2022 10.00
DI 16.08.2022 10.00
DI 16.08.2022 10.00
DI 16.08.2022 10.00
MI 17.08.2022 10.00
MI 17.08.2022 10.00
MI 17.08.2022 10.00
MI 17.08.2022 10.00
DO 18.08.2022 10.00
DO 18.08.2022 10.00
DO 18.08.2022 10.00
DO 18.08.2022 10.00
FR 19.08.2022 10.00
FR 19.08.2022 10.00

Beinahe mathematisch muten die Entwürfe und Zeichnungen an. Geometrische Felder sind ausgefüllt mit farbiger Gouache und ergänzt durch die schwungvolle Handschrift Bridget Rileys. Mit Bleistift notierte, filigrane Buchstaben, Pfeile, Korrekturen und Bemerkungen locken die Besucher*innen der Ausstellung «Bridget Riley: Looking and Seeing, Doing and Making» nah an die Wände. Die Vorstudien für die Werke erwecken den Eindruck, dass die britische Malerin beim Aufbau ihrer Werke nichts dem Zufall überlassen möchte.

Durchdrungen von Lebendigkeit

Der lange Entstehungsprozess lässt sich auch an der genauen Manier der fertigen, grossformatigen Gemälde studieren, die sich nun aber jeglicher Starrheit entledigt haben. Linien, Formen und leuchtende Farben in Türkis, Rosa oder Blau treten in Beziehung zueinander, geraten scheinbar in Bewegung und verformen sich. Flirrende Farblichter ändern je nach Blickwinkel ihren Ausdruck und evozieren Gefühle der Leichtigkeit.

20 Gemälde und 24 Vorstudien illustrieren im Zentrum Paul Klee eine Schlüsselperiode im Werk von Riley, die heute zu den prominenteren Vertreterinnen der abstrakten Malerei zählt. Die Werkauswahl hat die Künstlerin, welche letztes Jahr ihren neunzigsten Geburtstag feierte, selbst getroffen. So beginnt die Schau mit Streifenkompositionen aus den frühen 1980er-Jahren.

Nicht immer war Riley dafür bekannt, in ihrer Malerei Farbe einzusetzen. Ihr abstraktes Frühwerk war geprägt von Schwarz-Weiss-Gemälden. Den internationalen Durchbruch gelang der in London geborenen Künstlerin mit Bildern wie «Movement in Squares» (1961), «Shift» (1963), «Shiver» (1964) oder «Breathe» (1966). Die Gemälde, damals der Op-Art zugeordnet, zeigen vibrierende Bildstrukturen und wirken fast wie von einem Computer generiert. Sie markierten in der entsprechenden Zeit eine radikale Position. Erst im Jahr 1967 begann Riley, Farbe einzusetzen.

Schwimmende Diamanten

«Von Anfang an wurzelte meine Arbeit in der Beobachtung der Natur und der Dynamik von Struktur und Bewegung», berichtete sie in den Vorbesprechungen zur Ausstellung im Zentrum Paul Klee. In einem Interview, welches sie kürzlich der BBC gab, sprach Riley über Erfahrungen in ihrer Kindheit, die sie später die «Freuden des Betrachtens» und den «Akt des Sehens» nennen würde und grundlegenden Einfluss hatten für das Selbst- und Fremdverständnis ihrer Bildwelten.

Die Malerin erzählte etwa, wie sie als Kind an der Küste Cornwalls, wo sich ihre Familie während des Zweiten Weltkriegs aufhielt, «durch Diamanten schwamm». Sie schilderte, wie sie beim Baden im Meer von den Spiegelungen auf dem Wasser überwältigt gewesen sei, wie sie vom Anblick dieser «schimmernden Diamanten» gebannt war.

Als einen Schlüsselmoment für ihre Wahrnehmung und ihren Umgang von Farbe, Form und Struktur erlebte Riley auch eine Reise nach Ägypten, die sie von 1979 bis 1980 unternahm. Fasziniert vom abrupten Gegensatz zwischen Wüste und Vegetation, von Architektur und Grabmalereien entwickelte sie eine «ägyptische Farbpalette» in den Farben Türkis, Blau, Rot, Gelb und Grün, Schwarz und Weiss. Diesen «Durchbruch der Farbe» verbindet sie selbst mit Paul Klee, der ebenfalls durch Aufenthalte in Tunesien und Ägypten einige Jahrzehnte vor Riley entscheidende künstlerische Impulse erhielt.

«Briget Riley. Looking and Seeing, Doing and Making» zeichnet die rund zwanzigjährige Schaffensperiode nach, welche auf Rileys Ägyptenreise folgte und macht für Besucher*innen erfahrbar, wie der künstlerische Wendepunkt bis in die frühen 2000er-Jahre in ihren Werken nachhallt. Mit einem Wandbild, welches sie eigens für das Zentrum Paul Klee schuf, rundet Riley die Ausstellung ab – und spannt damit einen Bogen in die Gegenwart.

Events zu diesem Artikel

Ausstellungen

Bridget Riley

Die Ausstellung stellt Rileys Arbeitsprozess in den Vordergrund und zeigt Arbeiten auf Papier im Zusammenspiel mit ihren Gemälden.  Zentrum Paul Klee, Bern 11.08.2022, 10.00
Ausstellungen

Bridget Riley: Looking and Seeing, Doing and Making

Die britische Künstlerin Bridget Riley gehört zu den prominentesten Vertreterinnen der abstrakten Malerei in der Nachkriegszeit.  Zentrum Paul Klee, Bern 11.08.2022, 10.00
Ausstellungen

Bridget Riley

Die Ausstellung stellt Rileys Arbeitsprozess in den Vordergrund und zeigt Arbeiten auf Papier im Zusammenspiel mit ihren Gemälden.  Zentrum Paul Klee, Bern 12.08.2022, 10.00
Ausstellungen

Bridget Riley: Looking and Seeing, Doing and Making

Die britische Künstlerin Bridget Riley gehört zu den prominentesten Vertreterinnen der abstrakten Malerei in der Nachkriegszeit.  Zentrum Paul Klee, Bern 12.08.2022, 10.00
Ausstellungen

Bridget Riley

Die Ausstellung stellt Rileys Arbeitsprozess in den Vordergrund und zeigt Arbeiten auf Papier im Zusammenspiel mit ihren Gemälden.  Zentrum Paul Klee, Bern 13.08.2022, 10.00
Ausstellungen

Bridget Riley: Looking and Seeing, Doing and Making

Die britische Künstlerin Bridget Riley gehört zu den prominentesten Vertreterinnen der abstrakten Malerei in der Nachkriegszeit.  Zentrum Paul Klee, Bern 13.08.2022, 10.00
Ausstellungen

Bridget Riley

Die Ausstellung stellt Rileys Arbeitsprozess in den Vordergrund und zeigt Arbeiten auf Papier im Zusammenspiel mit ihren Gemälden.  Zentrum Paul Klee, Bern 14.08.2022, 10.00
Ausstellungen

Bridget Riley: Looking and Seeing, Doing and Making

Die britische Künstlerin Bridget Riley gehört zu den prominentesten Vertreterinnen der abstrakten Malerei in der Nachkriegszeit.  Zentrum Paul Klee, Bern 14.08.2022, 10.00
Ausstellungen

Bridget Riley

Die Ausstellung stellt Rileys Arbeitsprozess in den Vordergrund und zeigt Arbeiten auf Papier im Zusammenspiel mit ihren Gemälden.  Zentrum Paul Klee, Bern 16.08.2022, 10.00
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