mitgliederwerden grey iconMitglied werden
Archiv
Dem Schuss hinterher in Armani.© Ingeborg Lüscher
Kunsthaus Interlaken

Am Ball bleiben

Die Ausstellung «Fussball ißt unser Leben» im Kunsthaus Interlaken zeigt Kunst rund ums runde Leder. Kurator Heinz Häsler ist ein YB-Fan.

Der 2020 verstorbene Diego Maradona wartet auf einer Liege auf die Fussmassage. Die Idee dazu hatte der Künstler Gianni Motti, bekannt für dadaistische Aktionen. Nun hängt eine schwarzweisse Fotografie dieser «Performance» im Kunsthaus Interlaken. «Los pies de dios» (2011) lautet der Titel in Anspielung auf das berühmte, unrechtmässige Tor der Fussballikone während der Weltmeisterschaft 1986. Er hatte behauptet, die Hand Gottes (la mano de dios) hätte das Tor geschossen. Mit «Fussball ißt unser Leben» widmet Heinz Häsler, Kurator und Ausstellungsmacher am Kunsthaus Interlaken, dem populärsten Sport der Welt eine umfangreiche Schau. Er selbst liebt Fussball: «Ich bin ein langjähriger YB-Fan.» Doch natürlich hat der Sport, der ein Milliardengeschäft ist, auch Schattenseiten. Und das nicht erst seit bekannt wurde, dass die kommende Weltmeisterschaft in Katar stattfinden wird. «Die Exponate benennen die Fakten ohne Moralin», so Häsler. Ironie schwingt in der Video­arbeit «Fusion 17» der Künstlerin Ingeborg Lüscher mit. Zwei Mannschaften treten gegeneinander an. Das Besondere bei diesem Spiel: Die Fussballer tragen keine Trikots, sondern hellgraue beziehungsweise dunkelgraue Armani-Anzüge. Wohl auch ein Wink auf die Parallele zwischen dem Spiel auf dem Feld und neoliberalem Wettbewerb. «Mit dabei ist unter anderem der Schweizer Fussball-Star Stéphane Chapuisat», verrät Häsler.

 

Events zu diesem Artikel

Keine Veranstaltungen

Folgen Sie uns

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden